.Surinam
Mit Marlies, Heinz und Rafael zusammen genoss ich vom 1.3.25 bis zum 21.3.25 die erlebnisreiche Tour durch Surinam, welche uns Suzette von "Surinam Holidays Amsterdam" perfekt organisierte!
Das tolle Guest House La Recourse, an den Jungle grenzend, liess uns schon mal den Sound der Tiere hören und die Natur fühlen.
Für 4 Tage führte uns unser Guide Cho mit dem Langboot den Surinamriver hoch, wo wir in den verschiedenen Dörfer mit gutem Local Food verköstigt wurden.
In den drei Tagen in denen wir durch den Urwald wanderten, erzählte uns Cho sehr viel interessantes über Land,Wald und Leute. Auch in den Lodges, die für uns reserviert waren, konnten wir das ländliche Leben hautnah spüren. Ebenso die Natur. Der Fluss lud zum baden ein, auch wenn das Wasser von der mitgeschwemmten Erde rötlich scheint. Die Leute die hier entlang des Flusses in über 60 Dörfern leben sind alle Nachkommen der ehemaligen Sklaven und fast ausnahmslos sehr schwarz und unglaublich arm. Auch waren sie uns gegenüber sehr scheu und misstrauisch. Fotografieren war verboten, weil sie der Meinung sind man nehme ihnen den Spirit.
Ein völlig anderes Gebiet erwartete uns als wir in einem anderem Boot den Mangroven entlang zum Naturschutzgebiet Bigi Pan fuhren. Der See ist max 1 Meter tief und bietet unzähligen Vogelarten einen Lebensraum. In den drei Tagen hier, im besten Hotel Azira, welches auf Pfählen im See steht, wurden wir von unserem Guide Ernesto zu mehreren Birdwaching Touren über den See eingeladen. Während der traumhaften Sonnenauf- und -untergängen fliegen jeweils in schauspielerischen Formationen die knallroten Ibize über die Bigi Pan. Völlig verzaubert bewunderten wir diese Vögel, wie sie im flachen Sonnenlicht leuchten. Wir wussten nicht einmal dass es rote Ibize gibt, Ein grossartiges Naturschauspiel.
Ein weiteres Highlight öffnete sich am nächsten Tag als wir am MaratakkaRiver das Maratakka Guest House für zwei Tage geniessen durften. Nebst den unzähligen Vögeln in den vielen Bäumen, schwammen drei Riesenotter gleich vor unseren Augen vorbei. Das Maratakka Guest House ist sehr sehr basic und genau deshalb so fantastisch. Die Kochkünste der netten Gastgeber waren überwältigend.
Unser Guide führte uns auch nach New Nickerie und bis zum Grenzluss zu Guinea im Norden.
Der Courantyne River ist mehrere Kilometer breit und bringt von den Bergen unmengen Sand mit. Darum ist das Meer wo er mündet braungrau ... nicht wirklich schön.
Das gigantische Delta ist sehr fruchtbar. Schon während der Holländischen Kolonie wurden hier Kanäle errichtet und viele verschiedene landwirtschaftliche Produkte produziert, verallem Reis.
New Nickerie hat aber ein riesen Problem, denn das Meer steigt wegen der Klimaerwärmung. Aber auch, weil die größte Reisproduktionsfirma Konkurs ging, sind sehr viele Leute ohne Arbeit.
Am Mittag fuhr uns der Guide nach Paramaribo. Die ca 300km waren für uns entspannend und für ihn sehr anstrengend, denn es hat teilweise sehr stark geregnet, so dass die mit Schlaglöchern übersähte Strasse wie ein unberechenbarer nicht einschätzbarer See war.
In Paramaribo checkten wir nochmals im Hotel La Residence ein, wo wir zu Beginn der Reise schon einmal waren.
Dieser Tag war ein Festtag der indischen Kultur. Das war ja lustig. Es schien als ob die ganze Bevölkerung auf dieser Festanlage sich vergnügt. Es wurden Unmengen von Farbpulver in allen Farben verkauft, womit man sich gegenseitig zu lustigen Farbobiekten machte. Wir haben uns prächtig amüsiert.
Für die nächsten vier Tage brachte uns ein 12plätziges Flugzeug ins Landesinnere.
Nach über einer Stunde Flug über den Urwald landeten wir mittendrin wo es eine begraste Landepiste gab. Sie gehört zum fantastischen Hotel Kabalebo.
Ausflüge mit dem Boot zu Wasserfällen und wunderbarer Natur und Vollpension wurde uns hier geboten. Es ist nochmals ein völlig anderes Gebiet. Ara Papageien in allen Farben die sich in diesem Urwald besonders wohl fühlen, flogen immer wieder rufend über uns hinweg oder sitzen in Baumhölen oder auf Bäumen. Die grosse Hotel Anlage ist bekannt dafür für die Vielfalt der Tiere. So besuchten uns abends nebst anderen Tieren sogar zwei der nachtaktiven Tapire. So auch drei Pecari tajacu, Das ist etwas ähnliches wie ein Wildschwein nur etwas grösser. Und unzähliges anderes Gekäuche und Gefläuche.
Auf dem Rückflug achteten wir speziell auf die vielen Wege und Löcher im Urwald, welche von den gierigen Chinesen die im Moment das Land von Gold und anderen Bodenschätzen aber auch von edlem Holz erleichtern. Abbau von Gold, Boxit und vielem mehr verursacht enorme Umweltschäden. Welches dieses Volk nicht im geringsten interessiert. Soo schlimm ... und die Welt schaut zu🥵
Aber über vieles was hier im Land oder überall auf der Welt an Umweltsünden abgeht ist unglaublich.
Die letzten drei Tage residieren wir im Boutique Hotel Peperpot in einem Stadtteil der Hauptstadt.
An alle verschiedenen Guides und vor allem an Suzette, auch an alle die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, ein herzliches Dankeschön im Namen der ganzen 4 kgöpfigen Gruppe, für die perfekt organisierte Reise, die uns als eine grosse Bereicherung in unseren Reiseerlebnissen bleiben wird.
Heidi